54 Terabyte unter dem Schreibtisch
Proxmox, k3s, Ollama, RAG — ein Home Lab wird zur autonomen Familien-KI
Shell · MCP · Claude Code · Bedrock
Wenn meine Frau mich fragt, was im Serverraum steht, sage ich: „Jarvis.“ Das ist natürlich gelogen. Da steht ein Minisforum N5Pro. Klein, leise, 96 GB RAM. Aber was darauf läuft, ist näher an Jarvis als an einem normalen Homeserver.
Warum ein Homelab, wenn es die Cloud gibt?
Weil ich meine Daten kontrollieren will. Fotos, Steuerererklärungen, Gesundheitsdaten, Schulzeugnisse — das gehört nicht auf fremde Server. Und weil ich lokale LLMs laufen lassen will. Modelle, die meine Dokumente verarbeiten, ohne dass ein Token die Hardware verlässt.
Wenn dein Homelab deine Steuerdokumente verarbeitet, deine Familienfotos taggt und deine Gesundheitsdaten analysiert, dann ist „lokal“ keine Präferenz. Es ist die einzige vertretbare Option.
Die Architektur hinter Jarvis
Proxmox 9
Hypervisor. 8 VMs + 26 LXC-Container.
TrueNAS
54 TB Storage. Family-Centric Architektur.
k3s Cluster
3 Masters + 2 Workers für Container-Workloads.
Home Assistant
Hausautomation mit KNX, MQTT, ESPHome.
AI Stack
Ollama, Qdrant, n8n-Agenten. Alles lokal.
Medien
Jellyfin, PhotoPrism, Audiobookshelf.
Die Familie im Mittelpunkt
Jedes Familienmitglied hat seinen Bereich: Dokumente, Fotos, Videos, Backups. Dazu Shared: Familienfotos, Urlaubsvideos, Versicherungen, Schulunterlagen. PhotoPrism sortiert automatisch. Audiobookshelf verwaltet Hörbücher. Jellyfin streamt im ganzen Haus.
Ollama und die n8n-Agenten
96 GB RAM voll ausgenutzt. Llama, Codellama, Mistral — kein Token geht an einen externen Server. Kein Prompt wird geloggt. Kein Modell kann abgeschaltet werden, weil ein Provider sein Pricing ändert.
Das Spannende sind nicht die einzelnen Services. Es ist die Vernetzung. n8n-Workflows als Agenten: Paperless durchsuchen, Ollama-Antworten generieren, Ergebnisse in Home Assistant einspeisen. Alles lokal.
RAG für das eigene Leben
„Wann war der letzte TÜV?“ — und das System durchsucht nicht Ordner, sondern versteht die Frage und findet die Antwort in einem gescannten Brief von vor drei Jahren. Auf einem Minisforum unter meinem Schreibtisch.
Der Traum vom autonomen Haus
Die Türklingel erkennt Gesichter. Bekanntes Gesicht → Tür öffnen, Licht an, Musik starten. Unbekannt → Benachrichtigung mit Foto. Alles lokal.
“Wenn mein Sohn in zehn Jahren fragt, warum im Keller ein Server steht, werde ich sagen: „Das ist Jarvis. Er passt auf uns auf.“”
— Philipp
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